La recuperación de la memoria de Belén
Die Erinnerung an das Viertel Belén wiederbeleben
Laufzeit der Partnerschaft:
2024 – heute
Projektziel:
Das Bewahren und Verbreiten von verschwindenden Erinnerungen der Gemeinschaft.
Projektpartner:
Bewohner des Viertels Belén
Forschungsgruppe der Universidad del Rosario – Semillero Imaginarios por la Paz
NGO Malula
Projektbeschreibung:
Im Jahr 2023 stellte die Forschungsgruppe zwei Fragen: Wie kann die Wissenschaft in ihren lokalen Kontext vordringen, beispielsweise in ein Nachbarviertel wie La Candelaria? Und wie kann sich die Wissenschaft öffnen, um den Stimmen derer zuzuhören, die nicht zu ihr gehören, deren Ideen aber wertvoll sind?
Vor diesem Hintergrund brachte ein Student, der im Stadtteil Belén gelebt hatte, die Idee ein, die Gentrifizierung dort zu untersuchen. In Zusammenarbeit mit Professor Joaquín wurde ein Aktionsplan entwickelt, und unter seiner Leitung bildete sich eine Gruppe aus Bewohnern über 60 Jahren, die einen Arbeitsplan aufstellte.










Das Projekt verfolgt folgende Ziele: Die Gemeinschaft eines der ersten sechs in Bogotá gegründeten Stadtviertel sichtbar zu machen. Das Viertel Belén ist ein besonderer Ort, der sich durch das auszeichnet, was seine Bewohner aus eigener Kraft gestalten: ihren Widerstand gegen die Gentrifizierung, ihre Bräuche und Kulturen sowie den Wert eines Stadtviertels, dessen Alltag eher dem eines Dorfes als dem einer Großstadt gleicht. Durch Interviews, Gemeinschaftstreffen und die Auswertung von Materialien wie Fotos, Videos, Geschichten, Werkzeugen und Gegenständen, die Teil dieser Geschichte und Kultur sind, zielt das Projekt darauf ab, der Gentrifizierung und der Ausdehnung von Universitäten und Immobilienprojekten entgegenzuwirken, die das Viertel Belén zu verkleinern und letztendlich auszulöschen drohen, indem es Erinnerungen wiederbelebt und die Stimmen der dort lebenden Menschen verstärkt
Kollektives Gedächtnis im städtischen Wandel:
Wenn sich Stadtviertel verändern, kann immaterielles Kulturerbe – Geschichten, Beziehungen und Alltagsbräuche – verloren gehen. Dieses Projekt stärkt die Bewohner*innen als Mitforschende und gibt ihnen Raum, ihre eigenen Erzählungen zu gestalten und zu bewahren. Im Rahmen gemeinsamer Forschungsarbeit dokumentiert das Projekt gemeinsam mit den Bewohner*innen des Stadtteils Belén Geschichten, Erfahrungen und Geschichtsverläufe, die zu verschwinden drohen. Dieser Prozess zielt darauf ab, die Identität der Gemeinschaft und den Dialog zwischen den Generationen zu stärken.
Belén ist eine kleine, eng verbundene Gemeinschaft im Zentrum von Bogotá. Die Bewohner haben ein starkes soziales Netzwerk aufgebaut, dessen Mittelpunkt ein Gemeindezentrum bildet. Sie organisieren Veranstaltungen für Kinder und Erwachsene, um ihre Erinnerungen und Traditionen zu bewahren und an die nächste Generation weiterzugeben.
Das Projekt ist eine Reaktion auf den zunehmenden Druck durch Gentrifizierung und Modernisierung, die das Viertel nach und nach verändern und traditionelle Lebensweisen verdrängen. Die Fundación Malula arbeitet gemeinsam mit der Forschungsgruppe der Universidad del Rosario direkt mit den Menschen zusammen, die von diesem Prozess unmittelbar betroffen sind. Viele sind in Belén aufgewachsen oder haben dort viele Jahre gelebt. Ihre Kinder und Enkelkinder wohnen jedoch oft nicht mehr dort.
Durch Interviews, Workshops und partizipative Aktivitäten sammelt das Team Geschichten, Fotos, persönliche Archive und Lebenserfahrungen. Diese Materialien werden derzeit sorgfältig in einem Gemeinschaftsarchiv zusammengestellt, um sicherzustellen, dass die Identität und Geschichte von Belén für zukünftige Generationen bewahrt werden kann.
